Immer mehr Videos auf sozialen Netzwerken

 

Die führenden Social-Media-Dienste bevorzugen immer mehr bewegte Bildinhalte

Das ist in vielen Situationen sogar sinnvoll. Wer nicht zwangsläufig in einem Bereich arbeitet, in dem Videos sich nicht als Medienform eignen, sollte sich darauf einstellen. Meist reicht es aus, einige Sekunden bei Twitter und Facebook online zu sein, um automatisch startende Videos zu sehen. Dabei kommt es häufig vor, dass die Clips auch nach einer Minute noch angesehen werden, obwohl die User etwas anderes erledigen hands-1167622_640wollten. Pro Tag werden auf Facebook über acht Milliarden Videos angesehen. Mit Hilfe von Live-Videos soll diese Zahl noch schneller ansteigen. Facebooks Konkurrent Snapchat besitzt zwar über eine kleinere Anwenderbasis, überwand vor kurzem aber auch die Hürde von acht Millionen angeschauten Videos pro Tag. Damit ist klar, dass bewegte Bilder auch für Snapchat eine wichtige Rolle besitzen.

Neben Snapchat, Twitter und Facebook gibt es ebenfalls YouTube. Das Portal ist ebenfalls eine feste Größe, wenn es um bewegte Bilder geht. Zudem möchte auch Instagram seine User dazu bewegen, mehr Clips upzuloaden. Die vor kurzem angekündigte Erweiterung der maximalen Länge von 15 auf 60 Sekunden ist deutlich. Sogar ein so großes Unternehmen wie Buzzfeed hat erkannt, dass Videos im Hinblick auf Werbung sehr hilfreich sein können und hat nun ein eigenes Angebot herausgebracht, das sich nur auf bewegte Bilder bezieht

Warum bewegte Bilder so wichtig sind

Die führenden Social-Media-Portale halten Videos für sehr wichtig, weil spannende oder unterhaltsame Videos ein gutes Mittel sind, um die Zeit zu verlängern, die der User beim Dienst verbringt. Jede weitere Minute erhöht die Gelegenheit, Werbung zu präsentieren oder anderweitig Geld verdienen zu können, auch in Bezug auf große TV-Budgets verschiedener Unternehmen. Deshalb ist die Konzentration auf Videos für diese Plattformen eine logische Konsequenz. Andererseits lieben die User Videos. Bewegte Bilder sind im Vergleich zu anderen Medien um einiges unterhaltsamer. Schnellere Internetverbindungen, bessere Datenpakete, sinkende Infrastrukturkosten sowie optimierte Smartphones sind dabei behilflich, die Gründe aus dem Weg zu räumen, die bisher gegen bewegte Bilder sprachen.

Für die meisten User und Einsatzfelder sind bewegte Bilder eine deutlich attraktivere Form als Fotos. Onlinedienste, die immer noch Fotos in den Mittelpunkt stellen, könnten aktuell ins Abseits geraten, so zum Beispiel Instagram. Der Global Web Index sagt aus, dass nahezu jeder dritte User Videos beim Service konsumiert. Das liegt zwar in keinem schlechten Bereich, dennoch besteht Nachholbedarf. Wird Snapchat mit Instagram vergleichen, wirkt letzterer sogar ein wenig veraltet.

Das ist ein möglicher Grund, warum Snapchat bei US-amerikanischen Teenagern nun beliebter ist, als der Konkurrent Instagram. Auch der aktuell noch bildlastige Dienst Pinterest und Messanger-Apps könnten das Risiko eingehen, plötzlich altmodisch zu wirken, da sie ihre Anwendungen im Hinblick
auf das Konsumieren und Teilen von bewegten Bildern noch nicht optimiert haben.

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