Instagram, Snapchat und Periscope

 

Die neuen Kanäle für Content Marketing

Wie nutzen Unternehmen neue Portale wie Snapchat, Instagram und Periscope in Bezug auf Content-Marketing, und wie kann im Content-Marketing mit den schnell veränderlichen neuen Medien umgegangen werden? Welcher Nutzen hat das Marketing, wie stellen sich Nutzungsverhalten und Einsatzbereiche dar, und welche Beispiele gibt es dafür?

Social Media MarketingFacebook verzeichnet bereits seit einiger Zeit den Rückgang von aktiven Usern. Waren 2012 noch etwa 58 Prozent aller Social-Media-Nutzer Deutschlands bei Facebook angemeldet und posteten Beiträge und Kommentare oder stellten Videos und Bilder ein, taten dies 2014 lediglich noch 34 Prozent. Neben Facebook gibt es mittlerweile noch viele weitere Angebote, die noch besser auf die Bedürfnisse von jüngeren Usern abgestimmt zu sein scheinen. Was Teenagern wirklich gefällt, wissen viele Marketer noch gar nicht. Laut Statistiken gibt es viele Veränderungen in den sozialen Netzwerken im Hinblick auf das Wachstum der User. Zwischen 2014 und 2015 wuchs der Anteil der aktiven Nutzer bei Instagram auf 46 Prozent an. Facebook führt mit etwa 38 Prozent immer noch an. Dahinter befinden sich YouTube mit circa 29 Prozent, und Twitter ist mit 15 Prozent ist ebenfalls weiter wichtig.

Portale wie Google+ mit 6,47 Prozent, Instagram mit 5,47 Prozent, Snapchat mit 3,48 Prozent und Pinterest mit 1,99 Prozent befinden sich auf den letzten Plätzen. Was könnte der Grund dafür sein? Es lässt sich vermuten, dass viele Marketing-Leiter über 40 Jahre alt sind und ihr Mediennutzungsverhalten dementsprechend anpassen. Sie nutzen vorwiegend etablierte Portale mit einer hohen Reichweite sowie ausgefeilten Werbeformaten. Das beweist, dass diese Marketer mit der Schnelllebigkeit sozialer Netzwerke eher nicht gut zurechtkommen. Zudem haben sie Probleme, Wichtiges zu erkennen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Es kann ebenfalls möglich sein, dass die internationale Nutzung der Medien, wie es häufig ist, der deutschen um bis zu zwei Jahre voraus ist. Dann könnte auch in Deutschland bald ein Umdenken stattfinden. Es ist auf jeden Fall hilfreich, sich mit den aktuellen Entwicklungen zu beschäftigen.

Um Rückschlüsse bezüglich des Content-Marketings und Konsequenzen im Hinblick auf die Channel-Strategie ziehen zu können, müssen sich Content-Manager mit der Netzwerk-Nutzung und dem Mediennutzungsverhalten auseinandersetzen. Ein internationaler Vergleich stellt dar, dass es in Deutschland viele Menschen gibt, die Social-Media verweigern. In vielen Ländern werden Snapchat, Instagram und Periscope häufiger genutzt, als in Deutschland. Auch Facebook verliert immer mehr User. Es entstehen neue Netzwerke, die aufgrund starker Nutzer-Aktivität höhere Wachstumsraten verzeichnen können. Snapchat und Instagram sind zur visuellen Vermarktung geeignet. Dabei ist der Umgang mit Bilderauswahl, Keywords und Storytelling wichtig, um virale Effekte und den Aufbau der Community zu erzielen. Periscope hingegen ist zum Event-Streaming geeignet. Wer Periscope einsetzt, sollte sich in professionellen Video-Produktionen oder im Video-Marketing auskennen.

Mit Snapchat, Instagram und Periscope werden Unternehmen viele verschiedene Möglichkeiten geboten, damit sie die Aufmerksamkeit neuer Kunden in einem neuen Umfeld gewinnen können. Wenn Unternehmen präsent sind, gewinnen sie Nähe zur angestrebten Zielgruppe. Dabei sind gute Chancen vorhanden, um mit wenig Aufwand eine gute Resonanz zu erzielen, da viele Konkurrenten den Markt noch nicht erkannt haben. Noch lässt es sich gut experimentieren.

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